Feierliches Ende mit großer Siegerehrung am Brandenburger Strand

Fabian Wolf fährt zu größtem Erfolg seiner Karriere

Lennart Neubauer wird Freestyle-Weltmeister

Disziplin Wave aufgrund fehlender Bedingungen nicht stattgefunden

Das Datum für 2027 steht: 24.09. – 03.10.

Sylt. Bei strahlendem Sonnenschein und voller Promenade ging der Citroën Windsurf World Cup Sylt am heutigen Sonntag mit der offiziellen Siegerehrung zu Ende. Unter den Augen und dem Applaus von vielen Besucherinnen und Besuchern wurden jeweils die besten Drei in den Disziplinen Slalom und Freestyle geehrt. Komfortabel zur Bühne geshuttlet mit speziell in Gold, Silber und Bronze lackierten Citroën C5 Aircross. Im Freestyle wurde zudem der Weltmeister gekürt, mit einem überglücklichen Lennart Neubauer, der nicht nur den Event, sondern auch den WM-Titel auf Sylt gewinnen konnte. Im Slalom zeigte sich der Kieler Fabian Wolf glücklich mit dem zweiten Rang, dem größten Erfolg seiner Karriere. Gestern hatte der 28-jährige noch gemischte Gefühle, nachdem er gesamt in Führung liegend ausgerechnet im letzten Rennen stürzte und den World Cup Sieg noch Matteo Iachino überlassen musste. Wave konnte in diesem Jahr leider nicht stattfinden aufgrund fehlender Bedingungen. Veranstalter und Titelpartner zeigten sich trotz dieses kleinen Wermuttropfens aber rundum zufrieden mit den vergangenen zehn World Cup-Tagen, an denen erneut über 200.000 Besucherinnen und Besucher den größten Windsurfevent der Welt und die über 500 Meter lange Promenade besuchten. „Das war in allen Belangen wieder Teamsport at it’s best. Vielen Dank an alle Sailor, Teams und Sponsoren – allen voran Citroën, die PWA und den ISTS“, so Christian Okon, Geschäftsführer der veranstaltenden Agentur MMP Event. „Wir als Marke sind super dankbar, dass wir diesen Event und den Sport unterstützen dürfen. Das macht einfach großen Spaß“, fügt Timo Hinze, Leiter Werbung Citroën Deutschland, hinzu.

Kieler Fabian Wolf feiert größten Erfolg seiner Karriere / Matteo Iachino aus Italien gewinnt

Fabian Wolf hat den traditionsreichen Citroën Windsurf World Cup Sylt auf dem zweiten Rang im Foil Slalom beendet. Nachdem der 28-jährige über die Woche für ordentlich Furore auf der Nordseeinsel gesorgt hatte, sollte es a gestrigen Samstag nicht ganz für den Gesamtsieg reichen. In den letzten Wettkampftag als Führender und mit den meisten Rennsiegen gestartet – drei Siege aus sieben Rennen – hatte das achte Rennen eine überraschende Wendung parat. Nachdem der Kieler bislang in allen Rennen bis ins Finale gefahren war und ausschließlich Platzierungen in den Top 4 erreicht hatte, stürzte er ausgerechnet im letzten Rennen im Halbfinale und verlor so wichtige Punkte im Kampf um den World Cup-Sieg. Noch ärgerlicher: der deutsche Teamkollege Nico Prien war nach einem Fahrfehler direkt vor ihm gestürzt, Wolf konnte nicht mehr ausweichen und musste abspringen. Dem bis dato Zweitplatzierten und fünffachen Weltmeister Matteo Iachino aus Italien reichte dann ein dritter Platz im Finallauf, um alles klar zu machen und sich im finalen achten Rennen an die Spitze der Gesamtwertung zu setzen. Für Fabian Wolf war der zweite Platz nichtsdestotrotz der größte Erfolg seiner Karriere und ein deutliches Signal an die internationale Konkurrenz. Dritter wurde Amado Vrieswijk aus Bonaire.

„Gerade ist es eine Mischung aus Stolz und ein bisschen Traurigkeit. Ich kann auf jeden Fall stolz auf mich sein, wie ich über die ganze Woche abgeliefert habe. Bin wirklich bis zum letzten Rennen um den Sieg mitgefahren. Es so am Ende zu verlieren, ist natürlich schade und habe es am Ende leider nicht beeinflussen können. Das gehört aber dazu und ich glaube, ab morgen überwiegt der Stolz. Das Event war mega und vielen Dank an alle, die mich hier unterstützt haben“, so Fabian Wolf nach dem gestrigen letzten Rennen.

Bremer Lennart Neubauer sichert sich ungeschlagen den WM-Titel

Lennart Neubauer heißt der Sieger des diesjährigen Citroën Windsurf World Cup Sylt im Freestyle. Nicht nur gewinnt er das größte Windsurfevent der Welt in der so spektakulären Disziplin Freestyle, der 22-jährige ist somit zum zweiten Mal in seiner noch jungen Karriere Windsurf-Weltmeister. Der in Bremen geborene Neubauer hatte sich bereits am vergangenen Mittwoch in eine optimale Ausgangslage gebracht, nachdem er die Single Elimination mit höchst spektakulären Tricks und Sprüngen vor Dieter Van Der Eyken (BEL) und Takumi Moriya (JPN) gewinnen konnte. Und dabei vor allem mit den traditionell wechselhaften und schwierigen Bedingungen auf der Nordsee am besten zurechtkam. Die geplante Double-Elimination (Rückrunde) konnte am Samstag aufgrund der nicht ausreichenden Bedingungen nicht mehr stattfinden. Neubauer krönt sich damit in dieser Saison ungeschlagen zum Freestyle-Weltmeister. Schon beim einzig anderen World Cup-Stopp auf Fuerteventura ließ er die Konkurrenz mit absoluten Weltklasseleistungen hinter sich. Zwei von zwei Worldcup-Siege also für Neubauer, eine mehr als verdiente Weltmeisterschaft 2026. Und auch die noch ausstehende Rechnung mit Dauerkonkurrent Caers konnte der auf Naxos aufgewachsene Windsurfer begleichen. Im Vorjahr schnappte jener Belgier Yentel Caers ihm den Titel auf Sylt vor der Nase weg und ging als Weltmeister nach Hause. Für Caers sprang in diesem Jahr der dritte Platz heraus, Vizeweltmeister ist der Schweizer Balz Müller.

„Es ist wirklich unglaublich. Als ich zehn war, habe ich mir das erste Mal gesagt, mein Ziel ist es Weltmeister zu werden. Bis vor ein paar Jahren habe ich gar nicht geglaubt, dass es erreichbar ist. Irgendwann, als ich dann vor ein paar Jahren das erste Mal hier auf Sylt das Event gewonnen habe, dachte ich, vielleicht ist es doch nicht unmöglich. Es hat dann in 2024 geklappt und jetzt mein zweiter WM-Titel, das ist unfassbar“, so Lennart Neubauer sichtlich emotional kurz nach der Verkündung.

Wave-Disziplin fällt ins Wasser

Hoch antizipiert und mit den wohl vielversprechendsten Ausgangsbedingungen aus deutscher Sicht in den Event gegangen war die Königsdisziplin Wave. Mit Lina Erpenstein und Maria Behrens kamen die aktuelle Nummer eins und zwei der Weltrangliste nach Sylt. Bei den Männern lauerte der sechsfache Weltmeister Philip Köster auf dem zweiten Rang auf seine Chance, den Titelverteidiger Marc Pare (ESP) vom Tron zu stoßen. Perfekte Ausgangslage aus sportlicher Sicht. Leider spielte der Wind nicht mit. Zu keinem Zeitpunkt der vergangenen zehn Tage gab es ausreichende Bedingungen, die Disziplin überhaupt zu starten. Kein Wave auf Sylt, das gab es seit vielen Jahren nicht mehr. Bedeutet auch, für die deutschen Wave-Stars geht es erstmal auf den aktuellen, und sehr guten, Platzierungen weiter. Nächste Chance, die Weltmeisterambitionen zu untermauern dann auf Hawaii in zwei Wochen.

Das neue Datum für 2027 steht bereits fest: Der Citroën Windsurf World Cup Sylt findet vom 24. September bis 03. Oktober statt.

Alle Informationen: www.windsurfworldcup.de

Alle Ergebnisse: https://www.pwaworldtour.com/events/detail/2026-sylt-germany-grand-slam/

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